Life Changing Bread – kleiner Kraftprotz voller gesunder Nährstoffe

Life Changing Bread – kleiner Kraftprotz voller gesunder Nährstoffe

posted in Backen, Kochen on by with No Comments

Ob das Life Changing Bread mein Leben verändert hat? Nein, das hat es sicherlich nicht. Aber es ist definitiv eine kulinarische Bereicherung für alle, die gerne vollwertige gesunde Brote essen und eine großartige Alternative für jeden der aus gesundheitlichen (oder persönlichen) Gründen auf Gluten verzichten möchten.

Eigentlich ist es schon fast peinlich, dass ich bis jetzt gebraucht habe, um das Life Changing Bread endlich einmal nachzubacken, denn dieses Rezept macht schon seit wenigstens 3 Jahren, die Runde durch die Food-Blogosphäre. Es besteht im Grunde nur aus Haferflocken, Nüssen und Ölsaaten sowie Flohsamenschalen, die als natürliches Bindemittel dienen. In „normalen“ Broten, die mit Weizen- oder Dinkelmehl gebacken werden, übernimmt diese Aufgabe das Klebereiweiß Gluten. Besagtes Klebereiweiß ist in der jüngsten Vergangenheit als Allergen oder Dick- oder gar Krankmacher ziemlich in Verruf geraten. Fakt ist jedoch, dass es keine fundierten wissenschaftlichen Studien gibt, die belegen, dass Gluten unserem Körper schadet; ausgenommen natürlich solche Menschen die an einer Glutensensitivität oder gar Zöliakie leiden.

Ich habe glücklicherweise keinerlei Probleme mit glutenhaltigen Lebensmitteln und habe daher das Life Changing Bread nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern aus reiner Neugierde ausprobiert. Und ich muss sagen, es hat sich wirklich gelohnt!

Klar handelt es sich bei dem Brot, durch die große Menge an Nüssen und Ölsaaten, um eine ziemliche Kalorienbombe und ich sehe sie förmlich vor mir, die „Nahrungsmittelfett-Phobiker“, die allein bei dem Gedanken an eine Scheibe des Life Changing Breads schon Schweißperlen auf der Stirn bekommen.

Ihnen Sei gesagt: Erstens handelt es sich hierbei um gesunde Fette wie ungesättigte Omega-n-Fettsäuren, die der menschliche Köper für allerlei Stoffwechselprozesse benötigt. Zweitens sättigt das Life Changing Bread gerade durch den hohen Anteil an Fetten und Ballaststoffen viel schneller als herkömmliches Brot. Und drittens hat Essen ja auch etwas mit Genuss zu tun.

Ich persönlich halte rein gar nichts davon, Lebensmittel per se zu verteufeln. Viel mehr sollte man sich über das was man ist klug Gedanken machen und auf die Bedürfnisse seines Körpers hören.

Nun aber endlich zurück zum Life Changing Bread. Ich mich dabei an dem Rezept an dem Blog My new roots orientiert, aber gegenüber dem Original ein paar Abwandlungen vorgenommen. Hier nun meine Version des lebensverändernden Brotes…

145 g Haferflocken *
50 g Kürbiskerne
85 g Sonnenblumenkerne
90 g Leinsamen
30 g Cashewkerne
35 g Walnüsse
2 EL Chiasamen
3 EL Flohsamenschalen
1 TL Salz

1 EL Reissirup
3 EL Kokosnussöl
350 ml Wasser

Alle trockenen Zutaten mischen.

Life Changing Bread Zutaten

Sirup, Öl und Wasser mischen und unter die trockenen Zutaten rühren, bis sich alles gut miteinander Verbunden hat. Die Masse in eine kleine, mit Backpapier ausgelegte, Kastenform füllen und die Oberfläche glatt streichen. Nun muss das Brot gut abgedeckt (ich habe hierfür ebenfalls Backpapier und ein Küchentuch genommen) für etwa drei bis 4 Stunden ruhen. Dieser Schritt ist sehr wichtig, damit die Flohsamenschalen sowie die Lein- und Chiasamen ausreichend Zeit zum Quellen haben. Nur so bekommt das Brot anschließend die nötige Stabilität.
Nun kommt das Brot 175°C für 20 Minuten in den vorgeheizten Backofen. Anschließend wird das Brot aus der Form gestürzt und das Backpapier entfernt. So wandert das Life Changing Bread für weitere 30 bis 40 Minuten in den Ofen.

Life Changing Bread Anschnitt

Das Brot am besten vor dem Anschneiden komplett auskühlen lassen. In einer Brotdose oder in Alufolie gewickelt hält sich das Brot für 4 bis 5 Tage frisch. Es lässt sich aber auch prima Scheibenweise einfrieren.

* Eine kleine Anmerkung zu Haferflocken: Wer tatsächlich unter Zöliakie leidet, sollte bei auch mit Haferflocken vorsichtig sein. Diese gelten zwar als glutenarm und werden daher auch von den meisten Personen mit einer Glutensensitivität gut vertragen, sind aber keineswegs glutenfrei. Wer das Brot daher ohne Flocken zubereiten möchte, findet eine gute Alternative

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Top