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Frühlingshafte vegane Quiche mit frischem Bärlauch {sojafrei und glutenarm}

Bärlauch hat viele Namen: Knoblauchspinat, wilder Knoblauch und Waldknoblauch aber auch weniger nette wie Hundsknoblauch oder Hexenzwiebel. Dabei hat das zarte Wildgemüse, das zwischen April und Mai in Deutschland Saison hat, diese abfälligen Bezeichnungen gar nicht verdient, denn es ist eine echte Bereicherung für die Frühjahrsküche. Botanisch gesehen ist der Bärlauch ein naher Verwandter von Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch und das „schmeckt man ihm auch an“, besonders in seiner frischen Form.

Massaman Curry {vegan}

Massaman Curry {vegan}

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Dieses wunderbare Rezept für veganes Massaman Curry ist mein Beitrag zum Koch’s vegan Kochwettbewerb.

Ich hatte das Glück in unserem Thailandurlaub einer tollen Köchin (Thank you so much, Dao) über die Schulter schauen zu dürfen, die mir erklärt hat, wie ein richtiges Thai-Curry zubereitet wird.Ko Pu - Thailand Dieser kleine Crash-Kurs in Sachen Thaifood lieferte die Vorlage für meine Version des Massaman Currys.

Kohlrabischnitzel mit Sesampanade

Normalerweise finde ich gekochte Kohlrabi ziemlich fies, daher war ich auch ziemlich skeptische, als ich vor einigen Monaten panierte und frittiere Kohlrabi serviert bekam.

In meiner Kindheit kochte meine Mutter Kohlrabi immer in einer klassischen Mehlschwitze. Dazu gab’s meist Salzkartoffeln, was zudem das einzige war, dass mir als Kind bei diesem Essen schmeckte. Dem Kohlrabigemüse, dass mit dieser weißen „Pampe“ daher kam, konnte ich rein gar nichts abgewinnen.

Aber zurück von meinem Kinheitstrauma zur den frittierten Kohlrabi. Unter größter Skepsis biss ich ein Stück davon ab und war überrascht, wie lecker das ganze schmeckte!

panierte Kohlrabi

Nur kurze Zeit später versuchte ich das Rezept „frei Schnauze“ nachzukochen und siehe da: Es wurde ein kolossaler Misserfolg.  ^^

Nein, ganz so schlimm war es nicht, denn die einzelnen Bestandteile schmeckten für sich genommen gut, aber ich hatte es versäumt die Kohlrabi vor dem panieren zu blanchieren. „Die sind ja noch steinhart!“, echauffierte sich der weltbeste Freund. Inzwischen habe ich mein Rezept für Kohlrabischnitzel aber optimiert und kann es so ohne bedenken mit euch teilen :)

Für die Kohlrabischnitzel braucht ihr:

1 große Kohlrabi
Öl zum Braten
1/2 TL Salz
1 Prise Pfeffer
5 EL Mehl
1 EL Sojasauce
1 TL Hefefocken
Wasser
Paniermehl
Sesam

Und so geht’s:

1. Kohlrabi schälen und in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Die Kohlrabischeiben in kochenden Wasser ca. 5 Minuten blanchieren, anschießend abtropfen lassen.

2. Für die Panade das Mehl mit Salz, Pfeffer und Hefeflocken in einen tiefen Teller geben, Alles gut vermischen und dann zusammen mit Sojasauce und Wasser glatt rühren, bis eine dickflüssige Pampe entsteht.

3. Paniermehl und Besam in einen tiefen Teller geben. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen.

4. Nun geht es ans panieren. Dazu eine Kohlrabischeibe durch die Mehlpamape ziehen und dann in die Paniermehl-Sesam-Mischung geben. alles rundherum gut fest drücken. Das so entstandene Kohlrabischnitzel in die Pfanne geben und im heißen Öl von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Mit den übrigen Kohlrabischeiben ebenso verfahren.

Kohlrabischnitzel mit Sesampanade

 

Seitanbratstreifen mit Salat

Dieses Rezept ist das Resultat meiner Neugierde, was Lebensmittel angeht, dich ich bis dato noch nie verarbeitet hatte, wie in diesem Falle Seitan. In einem Anflug von: „Das ist ja interessant, muss ich bei Gelegenheit unbedingt mal ausprobieren!“ hatte ich mir bereits vor einigen Monaten bei amazon ein kleines Päckchen Seitanfix gekauft. Um bei der weiteren Zubereitung nichts „falsch“ zu machen, las ich mich erst mal in diversen Blogs über die Weiterverarbeitung des Glutenmehls schlau, musste dabei aber feststellen, dass es alleine zig verschiedene Möglichkeiten gibt, Seitan zu kochen.

Moment… kochen?! Ich wollte das Zeug doch braten…?!

Aber so einfach ist es dann leider doch nicht. Seiten will nämlich gekocht werden, man ihn in der Pfanne braten kann. Vielleicht wird der ein oder andere jetzt belustigt mit dem Kopf schütteln und denken: Wie süß naiv sie doch ist! Natürlich muss man Seitan kochen!

Leider versagte in diesem Fall die oft so hilfreiche Schwarmintelligenz meiner Lieblings-Food-Blogger, denn offenbar schwören alle auf eine andere Zubereitungsart und raten gleichsam von einer anderen Methode da, welche wiederum für den nächsten die ultimative ist. Das Problem stellt sich wie flogt da: Gibt man den Seitan einfach so in eine stark gewürzte Brühe, besteht die Gefahr, dass er sich mit Wasser vollsaugt und eine ziemlich fiese schwammartige Konsistenz bekommt. Wickelt man ihn in Alu oder Frischhaltefolie, besteht die Gefahr, dass er zäh wird wie Gummi. Manche schwören auf eine Zubereitung im Backofen, andere auf die Einmachglasmethode…
Für mich heißt das: MITST! Also doch learning by doing.

Ich entscheid mich bei der Zubereitung für die Methode mit Frischhaltefolie und kann gleich vorab sagen, dass bei dieser Methode mein Seitan tatsächlich etwas zäh geworden ist. Nicht ungenießbar, aber auch nicht optimal.

Grundrezept

Hier zunächst mal das von mir verwendetet Grundrezept *:

125 g Seitan Fix
1 EL Hefeflocken
1/2 TL Salz
1 TL Paprikapulver, edelsüß
1/2 TL Oregano
1/2 TL Knoblauchgranulat
1/2 TL Majoran
100 ml Wasser
25 ml Sojasauce

1. Die trockenen Zutaten vermischen und mit Wasser und Sojasauce so lange verkennten, bis ein elastischer Teigklumpen entstanden ist.
(* Ich habe inzwischen bei einem anderen Blogger gelesen, dass ein Esslöffel Lupinenmehl die Seitanmasse etwas auflockern soll, habe es aber selbst noch nicht ausprobiert.Da ich bisher jedoch durchweg positive Ergebnisse mit Lupinenmehl gemacht habe, werde ich diese Variante beim nächsten mal probieren.)

Seitan kochen

Bei der weiteren Verarbeitung des Seitans gibt es, wie bereits erwähnt, diverse Methoden. Hier gilt es je nach Gusto die richtige herauszufinden. Meine ersten Versuche habe ich mit Frischhaltefolie und Kücheengarn gemacht. Hierfür einfach den Seitan in die gewünschte Form bringen, fest in Frischhaltefolie einwickeln und in einen Topf mit kochendem Wasser geben. Für 20 Minuten kochen, dann für weitere 20 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen.

Seitanbratstreifen zubereiten

Den gekochten Seitan könnt ihr nun in dünne Streifen, Scheiben oder was auch immer euch für Formen vorschweben, schneiden und weiterverarbeiten. Bei der Zubereitung der Bratstreifen habe ich mich für zwei Geschmacksvarianten entschieden.

Für die Bratstreifen bracht ihr:
1. Variante – Seitan BBQ-Style:

1 TL Grillgewürzmischung*
ca. 50 ml Wasser
1-2 EL Agavendicksaft
2-3 EL Sojasauce
1 TL Kokosöl

2. Variante – Spicy-Peanut-Seitan:
1 EL Erdnussmus, crunchy
ca. 50 ml Wasser
2 EL Agavendicksaft
2-3 EL Sojasauce
1 TL Kokosöl

*Ich habe die verwendet.

Und so geht’s:
1. Das Kokosöl in der Pfanne erhitzen und die Hälfte der Bratstreifen hinzugeben. Von allen Seiten kräftig anbraten. Die Grillgewürzmischung mit Wasser und Sojasauce verrühren. Den Agavendicksaft zu den Bartstreifen in die Pfanne geben und karamellisieren lassen. Dann mit dem vorbereiteten Sud ablöschen und so lange weiter braten, bis die Flüssigkeit komplett verschwunden ist und die Bratstreifen schön knusprig sind.

2. Für die Spicy-Peanut-Variante. Das Erdnussmus mit dem Agavendicksaft und der Sojasauce verrühren.
Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und die Streifen darin anbraten. Mit dem Erdnuss-Sojasaucen-Gemisch ablöschen und weiterbauten bis die Flüssigkeit karamellisiert und an den Seitanstreifen haften bleibt.

Fertig!

Dazu passt ein frischer, knackiger Salat.

Cremige Gemüsepfanne mit Soja-Bratstreifen

„Schatz, falls du Lust und Zeit hast, könntest du mir vielleicht für morgen Mittag noch was zu Essen machen?!“, fragte mich jüngst der Welt beste Freund zum Ende eines unserer Telefonate.

Zeit?! Check! – Lust zu Kochen?! Fast immer! – Blick in den Kühlschrank: Läuft!

Das Ergebnis: Eine cremige Gemüsepfanne mit krossen Soja-Bratstreifen.

Die Zutaten für die Gemüsepfanne sind natürlich total variabel – je nach Gusto oder je nach dem was im Kühlschrank ist und weg muss. Bei den Soja-Bratstreifen nehme ich Pro Person ca. eine gute Hand voll Bartstreifen. Diese bekommt ihr zum Beispiel im Bioladen, im Reformhaus oder über einen vegetarischen Onlineversandhandel (z.B. bei alles-vegetarisch.de )

Zutaten für eine Person:
Für das Gemüse:
ca. 400 g Gemüse nach Geschmack (z.B. Paprika, Pastinake, TK-Spinat, Erbsen)
1 TL Kokosöl
150 ml (Soja-) Sahne
1 TL Gemüsebrühe
1 Prise Muskat
1 Prise Kurkuma
1 Prise Paprika, edelsüß
Salz
Pfeffer

Für die Bartstreifen:
Soja-Bratstreifen (ca. eine Hand voll)
300 – 500 ml Gemüsebrühe
1-2 EL Sojasauce
1-2 TL Agavendicksaft
Paprikapulver, edelsüß
1 TL Öl

Und so geht’s:

1. Für die Bartstreifen zunächst die Gemüsebrühe kurz aufkochen, dann die Herdplatte ausschalten. Die Bartstreifen hinein geben und für 2 – 5 Minuten in der heißen Brühe ziehen lassen. Anschließend durch ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. Vor der Weiterverarbeitung sollten die Bratstreifen noch einmal richtig gut ausgedrückt werden, da sie sonst beim Braten nicht kross, sondern eher matschig werden. Ich nehme hierfür eine Kartoffelpresse, es klappt aber genau so gut, wenn ihr die Bratstreifen zwischen zwei Schneidebretter legt und zum Beispiel mit Hilfe eines Nudelholz‘ die überschüssige Brühe hinaus drückt.

2. Für das Gemüse zunächt etwas Kokosöl in der Pfanne zerlassen. Den TK-Spinat hinzugeben und bei milder Hitze auftauen lassen. In der Zwischenzeit das restliche Gemüse Putzen und klein scheiden und entsprecht der jeweiligen Garzeit zum Spinat in die Pfanne geben und anbraten. Das Gemüse mit der (Soja-) Sahne ablöschen und mit einem Teelöffel Gemüsebrühe, sowie den übrigen Gewürzen abschmecken und beiseite stellen.

3. Eine zweite Pfanne auf den herd stellen. Öl darin erhitzen und die (SEHR GUT AUSGEDRÜCKTEN) Bartstreifen darin unter Rühren kross anbraten. Den Agavendicksaft hinzugeben und leicht karamellisieren lassen. Die Bratstreifen mit der Sojasauce ablöschen und mit Paprikapulver würzen.

4. Zusammen mit dem Gemüse auf einem Teller anrichten und – um es in den Worten des Welt besten Freundes zu sagen – „schnabulieren„.

P.S. Da ich selbst leider versäumt hatte Fotos vom fertigen Essen zu machen, war der Welt beste Freund so lieb, es vor dem „Verschnabulieren“ noch ein mal hübsch anzurichten und zu fotographieren.
Danke ♥

Gemüse mit Soja-Bratstreifen auf einem Teller angerichtet