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Fluffige Apfelpfannkuchen für den großen Hunger

Fluffiger ApfelpfannkuchenAls mir dieses Bild kürzlich wieder „in die Hände fiel“, dachte ich unwillkürlich: „Yammy, Apfelpfannkuchen – das muss ich unbedingt mal wieder kochen!“ Tatsächlich ist es schon fast zwei Jahre her, dass dieses Foto aufgenommen wurde und in der Zwischenzeit gab es auch keine Apfelpfannkuchen bei uns. (Warum eigentlich?!) Dieses Exemplar hatte ich damals zusammen mit meiner großartigen großen Nichte (nicht zu verwechseln mit meiner großartigen kleinen Nichte) zubereitet und anschließend verputzt. Das Rezept ist also auch „kinder-approved“, wobei die große Nichte mittlerweile 14 Jahre alt und mir über den Kopf gewachsen – also kein Kind mehr – ist. ;)

Egal… Apfelpfannkuchen gehen immer!

Für zwei Personen bracht ihr:
2 Eier
200 g Mehl
50 ml Mineralwasser
200 ml (Soja-) Milch
100 g Zucker
Vanille
1 Prise Salz
1 Apfel

Und so geht’s:

1. Zunächst den Apfel schälen, entkernen und anschließend in dünne Spalten schneiden.

2. Nun geht’s ans Eier trennen. Anschließend wird das Eiweiß zu festem Schnee geschlagen.

3. Die übrigen Zutaten (bis auf die Äpfel) verrühren und den Eischnee unter den Teig heben.

4. Etwas Fett in der Pfanne erhitzen und die Hälfte der Apfelscheiben bei mittlerer Hitze etwas anbraten. Sobald diese Farbe genommen haben, die Hälfte des Teiges einfüllen und bei milder Hitze backen, bis die Ränder leicht bräunlich werden. Dann wenden und den Pfannkuchen von der andern Seite fertig backen.

5. Den zweiten Pfannkuchen genau so backen oder mit zwei Pfannen parallel arbeiten. Dann kann man das leckere Essen auch gemeinsam genießen :)

Mettigel und Mousse au chocolat

Mettigel und Mousse au chocolat

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Ein frohes neues Jahr 2014 wünsche ich allen Besuchern und Lesern meines Blogs – ganz gleich ob zufällige Besucher oder Wiederholungstäter. Ein großartiges Jahr fand gestern mit einer großartigen Party seinen würdigen Abschluss und ein hoffentlich ebenso großartiges Jahr wurde um Mitternacht mit einem schönen Feuerwerk eingeläutet!

Nun aber genug der Melancholie und zurück zu wesentlichen Dingen, wie beispielsweise diesem Mettigel. ;) Ich glaube seit meiner Kindheit keinen Mettigel mehr zu Gesicht bekommen zu haben. War er auf den Feiern meiner Eltern noch ein regelmäßiger Gast auf dem Partybuffet, ist er doch in den letzen 15 bis 20 Jahren selten geworden. Daher trug dieser Anblick gestern durchaus zu meiner Erheiterung Teil. Mettigel Mein eigener Beitrag zum Sylvesterbuffet war weniger 70’er dafür mehr 90’er – die Ära der Canape, Fingerfood und alles was möglichst international und kosmopolitisch klingt: Mousse au chocolatMousse au chocolat Lecker, kalorienreich und … sagte ich schon Lecker?! LECKER !!! (und in diesem Fall sogar Laktosefrei ^^)

Leider ist die Erdbeerensaison für dieses Jahr bereits wieder vorbei und mit ihr hat sich auch der Sommer in die Herbst bzw. Winterpause verabschiedet. Aber sollte ich deswegen tatsächlich auf selbst gemachte Erdbeermarmelade verzichten?! Mitnichten – schließlich gibt es ja auch noch die Erdbeeren aus der Tiefkühlung und gerade diese eigen sich hervorragend für die Herstellung von Marmelade.
Was mich bei Marmeladen aus dem Supermarkt häufig stört, ist der geringe Fruchtanteil der süßen Aufstriche. In der Regel hat beispielsweise eine Erdbeermarmelade aus dem Supermarkt einen maximalen Fruchtanteil von rund 50 Prozent. Der Rest sind Zucker und Glucosesirup – womit wir beim zweiten Punkt wären, in dem die selbstgemachte Marmelade einen klaren Vorteil gegenüber der gekauften bietet: Man kann sich selbst aussuchen, wie viel und vor allem welches Süßungsmittel man verwendet.
Ich benutze für meine Marmeladen gerne Agavendicksaft. Hierbei handelt es sich um einen aus der Aganvenpflanze gewonnenen Sirup, der zum überwiegenden Teil aus Fructose (also Fruchtzucker) besteht und dadurch einen sehr niedrigen glykämischen Index hat.
Das Geliermittel, welches anstelle des Gelierzuckers dafür sorgen soll, dass die Marmelade die richtige Konsistenz erhält, kann man sich entweder selbst zusammen mischen oder auf ein fertiges Produkt zurückgreifen. Ich benutze für meine Marmeladen gerne „Konfitura“ aus dem Bioladen.
Konfitura „Konfitura“ ist ein, speziell zu Herstellung von Gelees, Konfitüren und Marmeladen, gedachtes Produkt – ein Gemisch aus Kartoffelstärke, Pfeilwurzelmehl, Agar Agar und Pektin. Das klingt zwar nach Chemie, sind aber alles rein pflanzliche Binde-, Verdickungs- und Geliermittel. Leider ist das Produkt nicht ganz billig (eine große Dose kostest um die 8 – 10 Euro), aber sehr sparsam in der Anwendung.
Bevor es mit der Marmelade los gehen kann, müssen noch die Einmachgläser vorbereitet werden. Diese sollten möglichst steril sein. Dies kann man auf verschiedene Arten machen: im Backofen oder auch mit kochendem Wasser. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Marmelade möglichst lange haltbar bleibt und nicht schimmelt.
Marmeladengläser

 

Nun kann es los gehen mit der Marmeladenkocherei:

Für die Erdbeermarmelade mit Agavendicksaft braucht ihr:
900 g TK-Erdbeeren
32 g „Konfitura“
4 EL Zitronensaft
300 g Agavendicksaft

Und so geht’s:
1. Alle Zutaten zusammen in einen großen Topf geben und auf dem Herd zum Kochen bringen. Dabei gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt. Die Marmelade für 3 Minuten kochen lassen. Die Erdbeermarmelade anschließend mit einem Stabmixer ein wenig pürieren, es sei denn ihr mögt ganze Erdbeeren in eurer Marmelade.

Marmelade2

2. Die vorbereiteten Gläser randvoll mit der heißen Marmelade füllen, den Deckel auf die Gläser schrauben und die Marmeladegläser für 30 Minuten auf den Kopf stellen. Dadurch bildet sich ein Vakuum und die Marmelade lässt sich so gefahrlos für mehrere Monate lagern.

Marmelade im Gals

„Isch hän jern eene von die Kreppes, bitte!“ – „Hä?!“

„Isch hän jern eene von die Kreppes, bitte!“ „Das hab ich jetzt nicht ganz.. also .. ähm…eenen von was, bitte?“

Ohrenzeugin dieses Dialoges wurde ich, als ich vor einigen Wochen in der Nähe eines Crêpes-Standes auf eine Bekannte wartete. Der Kunde – offenbar ein waschechter Rheinländer – der in schönstem Dialekt nach einem Crêpe verlangte und die Verkäuferin – offensichtlich es rheinischen Dialektes nicht mächtig – fanden schließlich heraus was der jeweils andere von einem wollte und so zog der Herr schon nach wenigen Minuten glücklich mit seinem „Kreppes“ von dannen, währen die Verkäuferin das Geld für den eben verkaufen Crêpe in ihre Kasse legte.

Diese kleine nette Szene brachte mich auf die Idee selbst mal wieder Crêpe zu backen und zwar nach einem Rezept, welches ich vor rund 16 Jahren aus einem französischen Schulbuch abschrieb.
Über die Jahre verfeinerte ich das Rezept nur in Nuancen, die Grundzutaten aber noch immer unverändert:

Für die Crêpes à l’ancienne de livre de classe (oder so) braucht ihr:
250 g Mehl
250 ml Milch (oder Sojadrink)
4 Eier
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
50 g flüssige Butter
1 EL Cognac
1 Prise Orangenabrieb

Und so geht’s:
1. Alle Zutaten miteinander verrühren und für einige Minuten quellen lassen.

2. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Crêpes portionsweise in der heißen Pfanne ausbacken.

3. Nach Belieben füllen (zum Beisiel mit Erdbeeren) und mit Zimt und Zucker bestreuen. Natürlich könnte ihr eure Crêpe auch ganz anders Füllen und gestalten, ganz nach Gusto. Bon appétit.

Crepes

♥ Laktosefreies Tiramusu ♥

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laktosefreies Tiramisu
Tiramisu gehört zu meinen absoluten Lieblingsdesserts, dass ich selbst wenn der Hosenbund schon kurz vor der Kapitulation steht, immer noch in mich reinschaufeln kann; muss?!; will?!; möchte?!…
Wie dem auch sei: Tiramisu steckt für gewöhnlich voller Laktose, was für viele Menschen ein Problem ist.
Die Lösung: Ein laktosefreies, veganes Dessert a la Tiramisu.

Zutaten für 8 Portionen:
2 Tassen kalter Espresso
225 g Zwieback (z.B. von Burger Knäcke)
200 g aufschlagbare Sojasahne
8 EL oder Amaretto
400 g Seidentofu
500 ml Sojamilch
140 g Zucker
2 Pck. Puddingpulver, Vanille
Kakao zum Dekorieren

Und so geht’s:
Den Vanillepudding nach Packungsanleitung, allerdings nur mit 500 ml Sojamilch und 140 g Zucker zubereiten. Ihr bekommt dann einen richtig dicken Pudding, also ein wenig auspassen, dass nichts anbrennt und sich keine Klümpchen bilden. Zum Abkühlen deckt ihr den Pudding mit einer Folie ab, damit sich keine Haut bildet.

Sobald der Pudding abgekühlt ist, kann es weitergehen. Dazu gebt ihr als nächstes den Seidentofu in eine große Schüssel, fügt den Pudding hinzu und bearbeitet das Ganze am besten mit einem Pürrierstab, bis sich eine homogene Masse ergibt. (Das solltest ihr übrigens nicht mehr all zu spät machen, um die Geduld eurer Nachbarn nicht zu sehr auf die Probe zu stellen, denn die ganze Aktion kann eine Weile dauern.) Nun noch die Sojasahne steif geschlagen und untergehoben und fertig ist die Creme. Wem die ganze Angelegenheit nicht süß genug ist, der kann nun noch etwas Zucker oder Agavendicksaft hinzugeben.

Jetzt geht’s ans Schichten. Dazu zunächst Espresso und Amaretto mischen un in eine fache Schüssel geben. Zwieback einzeln hineintauchen und nebeneinander in eine Auflaufform geben. Dann eine Schicht der Creme darüber geben und wieder eine Lage Zwieback. Abschließend kommt eine weitere Cremeschicht auf euer Tiramisu, die dann noch mit etwas Kakaopulver veredelt wird.

Das Tiramisu nun noch für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen (ja, ich weiß, dass ist hart, aber danach schmeckt es noch besser.