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Lass-mal-Reden sucht dein bestes Apfelkuchen-Rezept

Dank eines Besuches bei den Großeltern am vergangenen Wochenende, nennen wir nun einen riesigen Korb mit Äpfeln unser eigen.

Nachdem ich bereits einen großen Teil davon zu Smoothies verarbeitet habe, die Schüssel sich aber noch nicht nennenwert geleert hat, habe ich mich nun für eine alternative Zubereitungsart entschieden:

♥♥♥♥♥ Apfelkuchen! ♥♥♥♥♥

Gerne würde ich dabei mal ein neues Rezept ausprobieren, daher meine Bitte:

Verratet mir euer liebstes Apfelkuchenrezept!

Egal, ob Kuchen, Torte oder Tarte; gebacken oder Kühlschrankkuchen, mit oder ohne Streusel, ich freue mich über jedes Rezept, dass ihr mit mir teilt! :)

♥♥♥♥♥ Schon einmal besten Dank im Voraus!
Eure Katharina

Süßkartoffel-Kuchen mit Cranberries und herrlichem Orangenaroma

Als ich diesen Kuchen seinerzeit meinen Liebsten vorsetzte, antwortete ich auf die Frage: „Wat is dat denn für’n Kuchen?“ mit mit einem ausweichenden: „Nusskuchen mit Orangenaroma.“ Die Süßkartoffel, die ein essenzieller Bestandteil dieses Kuchens ist, verschwieg ich vorerst, denn wie man bei uns im Ruhrpott zu sagen pflegt: „Wat der Buur nich kennt, dat frisst er nich.“ Erst nachdem der Kuchen komplett verfuttert war, offenbarte ich die zusätzlichen Ingredienzien. Die Reaktionen reichten von Achselzucken, über Erstaunen bis hin zu Kopfschütteln. (Wat ihr jungen Hüpfer immer mit diese neumodischen Rezepte habt.) Dennoch waren sich alle in einem Punkt einig: Lecker war’s schon.

Am besten ist es diesen Kuchen bereits ein bis zwei Tage vor dem Verzehr zubereiten und ihn dann in Alufolie gewickelt durchziehen lassen zu lassen.

Für den Süßkartoffel-Kuchen mit Cranberries und Orangenaroma braucht ihr:

ca. 450 g Süßkartoffeln (ungeschält)
1 Bio-Orange
6 Eier (Gr. M), getrennt
150 g Puderzucker
1 Prise Salz
100 g getrocknete Cranberries
50 ml Amaretto
50 ml Apfelsaft
150 g gem. Mandeln
60 g Weichweizengrieß
1 TL Backpulver
1-2 TL Zimt
1 TL Lebkuchen-Gewürz

Und so geht’s:

1. Am besten beginnt man mit dem Vorbereiten der Form – z.B. einer 26cm-Springform. Diese wird mit Margarine einfettet und anschließend mit Grieß ausgestreut.

2. Die Cranberries bekommen zum Einweichen ein kleines Bad in Amaretto und Apfelsaft. (Wenn Kinder mitessen, den Amaretto weg lassen und nur Saft nehmen.) Die Schale der Orange abreiben und anschließend den Saft aus der Frucht auspressen. Beides erst mal beiseite stellen.

3.Die Süßkartoffeln mit Schale ca. 20 – 30 Minuten weich kochen, danach abschrecken, pellen und durch die Presse drücken oder auf der Haushaltsreibe fein reiben. Die Kartoffeln sollten vor der Weiterverarbeitung vollständig auskühlen.

4. Die sechs Eigelb zusammen mit dem Zucker und der Orangenschale und dem Salz 5 Minuten cremig aufschlagen.
Danach den Orangensaft unterrühren. Cranberries abtropfen lassen. Grieß, Mandeln, Backpulver und Gewürze mischen und zusammen mit den Cranberries unter die Eiercreme rühren. Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Teigmasse heben.

5. Den Kuchen in die Form füllen und bei 175°C (150°C Umluft) auf der mittleren Schiene backen. Den Kuchen anschließend aus der Form lösen und komplett auskühlen lassen. Den abgekühlten Kuchen in Alufolie wickeln und ein bis zwei Tage durchziehen lassen.

P.S. Ich hab dem Kuchen übrigens kurz dem Servieren noch einen leckeren Chai-Tee-Guss verpasst. Hierzu einfach ein wenig Chai-Tee aufbrühen, leicht abkühlen lassen und mit Puderzucker vermischen. Den Guss über den Kuchen geben, nach blieben verzieren und fest werden lassen.

Des Welt besten Freundes liebster Marmorkuchen

Wenn ich den weltbesten Freund nach seiner Meinung in Sachen Kuchen frage, bekomme ich stets dieselbe Antwort: „Warum machst du nicht einfach einen Marmorkuchen?“
Dabei lässt der Argumente wie: „Ich habe schon die letzten (gefühlten hundert) Male Marmorkuchen gemacht“ oder „Ich würde gerne mal ein anderes Rezept ausprobieren“ nur ungern gelten. Andere Kuchen oder Torten „ohne Marmor“ werden toleriert, aber nicht ohne die Bemerkung verspeist, dass ein Marmorkuchen vielleicht doch besser gewesen sei. Durch des Welt besten Freundes Leidenschaft für Marmorkuchen bin ich inzwischen zu einer Beinahe-Expertin geworden… zumindest kann ich das Rezept mittlerweile auswendig.
Wie das bloß kommt?! ^^

Für Chriz‘ Lieblingskuchen braucht man:

200 g zimmerwarme Margarine
160 g Zucker + 120 g Zucker
1 Vanilleschote
1 Prise abgeriebene Zitronenschale
6 Eigelb
6 Eiweiß
1 Prise Salz
280 g Mehl
1/2 Pkt. Backpulver
100 ml Milch
30 g Kakaopulver
2 EL Rum (optional)

Und so geht’s:

1. Margarine zusammen mit 160 g Zucker, Zitronenschale und Rum cremig rühren. Die sechs Eigelbe nach und nach dazu geben und gut unterrühren.

2. Die Eiweiße zusammen mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen, dabei nach und nach den restlichen Zucker (120 g) zugeben.

3. Mehl und Backpulver sieben und abwechselnd mit der Milch unter die Butter-Zucker-Eigelb-Masse rühren. Anschließend die Hälfte des Teiges in eine separate Schüssel geben und mit dem Kakao verrühren.

4. Zu guter letzt wird noch der Eischnee untergehoben. Hierfür jeweils die Hälfte des steif geschlagenen Eiweißes unter den hellen und die andere Hälfte unter dunklen Teig heben.

5. Nun erst den hellen, dann den dunklen Teig in eine gefettete Form füllen. Mit einer Gabel spiralförmig durch beide Teige fahren, so dass ein typisches Marmorkuchenmuster entsteht.

6. Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 180° C Ober- Unterhitze (ca. 150 – 160° Umluft) für etwa 60 Minuten backen.

Das Torten-Desaster

Das Torten-Desaster

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Motivtorte zum 80. Geburtstag Ich liebe es Kuchen zu backen und anderen damit eine Freude zu machen. Doch diese Torte zum 80.sten meiner Schwiegeroma in Spee hat mich einiges an Nerven gekostet und den Welt besten aller Freunde gleich mit…

Aber von Anfang an: Als Oma mich fragte, ob ich zu ihrem 80.sten Geburtstag einen oder zwei Kuchen machen könne, hatte ich mich wirklich gefreut und gleich begeistert eingewilligt. Nach einigen Überlegungen, welche Torte der Oma zu ihrem 80.sten wohl schmecken würde, fasste ich ich den Plan Oma mit einer Motivtorte zu überraschen und damit sollte das desaströse Desaster seinen Lauf nehmen.

Bereits zwei Woche vorher, begann ich damit Fondant Rosen aus selbst gemachtem Marshmallowfondant herzustellen, neue Lebensmittelfarbenpasten und Rollfondant als Überzeug für meine Torte zu bestellen. Am Mittwoch Abend (Samstag sollte die große Feier stattfinden) traf ich bereits die ersten Vorbereitungen. Am Donnerstag buk ich die Biskuit-Böden (zwei helle und einen dunklen Biskuit), stellte die Schokoladenganache her und setzt die Torte zusammen. Nachdem die Ganache fest geworden war, rollten der Welt bester Freund und ich den Rollfondant aus und versuchten ihn gemeinschaftlich über die Torte zu ziehen. Leider stellte sich der gekaufte Fondant als wenig strapazierfähig heraus. An diversen Stellen taten sich unschöne Risse auf und die dunkle Schokoladenganache verursachte unschöne Flecken auf dem weißen Fondant.

Während der Welt bester Freund mit Kühler Logik versuchte die Situation und den den Kuchen zu retten, war mir schlicht zum Heulen zumute. „Ich schmeiße den scheiß Kuchen weg!“, schimpfte ich. „wie sieht das denn aus.. so kann ich das niemals der Oma geben!“ Müde (mittlerweile hatten wir es bereits 22:30 Uhr) und indulgent mit dem Kopf schüttelnd, bemühte sich der Welt bester Freund mich zu trösten und „zwang mich“ für heute den Kuchen erst mal Kuchen sein zu lassen und schlafen zu gehen. Den Großteil der Nacht verbrachte ich damit mir Gedanken über die Rettung des Kuchens zu machen, den restlichen Teil der träumte ich von Kuchen und den schrecklichen Missgeschicken, die im Zusammenhang mit der Kuchenbackerei auftreten können.
Freitag: Noch etwa 4 Stunden blieben mir nach der Arbeit, um den Kuchen zu retten. Der Welt bester Freund lieferte die entscheidende Idee: „Hast du nicht noch ein wenig deines selbst gemachten Marshmallofondants?“ Mit diesem, wenngleich bereits rosa eingefärbten Marshmallofondant, kaschierten wir die unschönen Flecken und Risse auf der Torte. Ein paar Fondant Rosen und Blätter taten ihr übriges, um der Torte trotz aller wideren Umstände eine zufriedenstellende Optik zu verleihen! Nach drei Stunden Schönheitsop, hatte die Torte zwar eine ungeplant, popig-Buntes Aussehen, aber sie war fertig … und wir dito!!
Ob ich es wieder tun würde?! Klar doch!! Aber nächstes Mal nur noch mit selbst gemachten Fondant ;)

P.S: Die Oma hat sich riesig gefreut, alleine dafür hat es sich schon gelohnt!