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Das Torten-Desaster

Das Torten-Desaster

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Motivtorte zum 80. Geburtstag Ich liebe es Kuchen zu backen und anderen damit eine Freude zu machen. Doch diese Torte zum 80.sten meiner Schwiegeroma in Spee hat mich einiges an Nerven gekostet und den Welt besten aller Freunde gleich mit…

Aber von Anfang an: Als Oma mich fragte, ob ich zu ihrem 80.sten Geburtstag einen oder zwei Kuchen machen könne, hatte ich mich wirklich gefreut und gleich begeistert eingewilligt. Nach einigen Überlegungen, welche Torte der Oma zu ihrem 80.sten wohl schmecken würde, fasste ich ich den Plan Oma mit einer Motivtorte zu überraschen und damit sollte das desaströse Desaster seinen Lauf nehmen.

Bereits zwei Woche vorher, begann ich damit Fondant Rosen aus selbst gemachtem Marshmallowfondant herzustellen, neue Lebensmittelfarbenpasten und Rollfondant als Überzeug für meine Torte zu bestellen. Am Mittwoch Abend (Samstag sollte die große Feier stattfinden) traf ich bereits die ersten Vorbereitungen. Am Donnerstag buk ich die Biskuit-Böden (zwei helle und einen dunklen Biskuit), stellte die Schokoladenganache her und setzt die Torte zusammen. Nachdem die Ganache fest geworden war, rollten der Welt bester Freund und ich den Rollfondant aus und versuchten ihn gemeinschaftlich über die Torte zu ziehen. Leider stellte sich der gekaufte Fondant als wenig strapazierfähig heraus. An diversen Stellen taten sich unschöne Risse auf und die dunkle Schokoladenganache verursachte unschöne Flecken auf dem weißen Fondant.

Während der Welt bester Freund mit Kühler Logik versuchte die Situation und den den Kuchen zu retten, war mir schlicht zum Heulen zumute. „Ich schmeiße den scheiß Kuchen weg!“, schimpfte ich. „wie sieht das denn aus.. so kann ich das niemals der Oma geben!“ Müde (mittlerweile hatten wir es bereits 22:30 Uhr) und indulgent mit dem Kopf schüttelnd, bemühte sich der Welt bester Freund mich zu trösten und „zwang mich“ für heute den Kuchen erst mal Kuchen sein zu lassen und schlafen zu gehen. Den Großteil der Nacht verbrachte ich damit mir Gedanken über die Rettung des Kuchens zu machen, den restlichen Teil der träumte ich von Kuchen und den schrecklichen Missgeschicken, die im Zusammenhang mit der Kuchenbackerei auftreten können.
Freitag: Noch etwa 4 Stunden blieben mir nach der Arbeit, um den Kuchen zu retten. Der Welt bester Freund lieferte die entscheidende Idee: „Hast du nicht noch ein wenig deines selbst gemachten Marshmallofondants?“ Mit diesem, wenngleich bereits rosa eingefärbten Marshmallofondant, kaschierten wir die unschönen Flecken und Risse auf der Torte. Ein paar Fondant Rosen und Blätter taten ihr übriges, um der Torte trotz aller wideren Umstände eine zufriedenstellende Optik zu verleihen! Nach drei Stunden Schönheitsop, hatte die Torte zwar eine ungeplant, popig-Buntes Aussehen, aber sie war fertig … und wir dito!!
Ob ich es wieder tun würde?! Klar doch!! Aber nächstes Mal nur noch mit selbst gemachten Fondant ;)

P.S: Die Oma hat sich riesig gefreut, alleine dafür hat es sich schon gelohnt!