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Seitanbratstreifen mit Salat

Dieses Rezept ist das Resultat meiner Neugierde, was Lebensmittel angeht, dich ich bis dato noch nie verarbeitet hatte, wie in diesem Falle Seitan. In einem Anflug von: „Das ist ja interessant, muss ich bei Gelegenheit unbedingt mal ausprobieren!“ hatte ich mir bereits vor einigen Monaten bei amazon ein kleines Päckchen Seitanfix gekauft. Um bei der weiteren Zubereitung nichts „falsch“ zu machen, las ich mich erst mal in diversen Blogs über die Weiterverarbeitung des Glutenmehls schlau, musste dabei aber feststellen, dass es alleine zig verschiedene Möglichkeiten gibt, Seitan zu kochen.

Moment… kochen?! Ich wollte das Zeug doch braten…?!

Aber so einfach ist es dann leider doch nicht. Seiten will nämlich gekocht werden, man ihn in der Pfanne braten kann. Vielleicht wird der ein oder andere jetzt belustigt mit dem Kopf schütteln und denken: Wie süß naiv sie doch ist! Natürlich muss man Seitan kochen!

Leider versagte in diesem Fall die oft so hilfreiche Schwarmintelligenz meiner Lieblings-Food-Blogger, denn offenbar schwören alle auf eine andere Zubereitungsart und raten gleichsam von einer anderen Methode da, welche wiederum für den nächsten die ultimative ist. Das Problem stellt sich wie flogt da: Gibt man den Seitan einfach so in eine stark gewürzte Brühe, besteht die Gefahr, dass er sich mit Wasser vollsaugt und eine ziemlich fiese schwammartige Konsistenz bekommt. Wickelt man ihn in Alu oder Frischhaltefolie, besteht die Gefahr, dass er zäh wird wie Gummi. Manche schwören auf eine Zubereitung im Backofen, andere auf die Einmachglasmethode…
Für mich heißt das: MITST! Also doch learning by doing.

Ich entscheid mich bei der Zubereitung für die Methode mit Frischhaltefolie und kann gleich vorab sagen, dass bei dieser Methode mein Seitan tatsächlich etwas zäh geworden ist. Nicht ungenießbar, aber auch nicht optimal.

Grundrezept

Hier zunächst mal das von mir verwendetet Grundrezept *:

125 g Seitan Fix
1 EL Hefeflocken
1/2 TL Salz
1 TL Paprikapulver, edelsüß
1/2 TL Oregano
1/2 TL Knoblauchgranulat
1/2 TL Majoran
100 ml Wasser
25 ml Sojasauce

1. Die trockenen Zutaten vermischen und mit Wasser und Sojasauce so lange verkennten, bis ein elastischer Teigklumpen entstanden ist.
(* Ich habe inzwischen bei einem anderen Blogger gelesen, dass ein Esslöffel Lupinenmehl die Seitanmasse etwas auflockern soll, habe es aber selbst noch nicht ausprobiert.Da ich bisher jedoch durchweg positive Ergebnisse mit Lupinenmehl gemacht habe, werde ich diese Variante beim nächsten mal probieren.)

Seitan kochen

Bei der weiteren Verarbeitung des Seitans gibt es, wie bereits erwähnt, diverse Methoden. Hier gilt es je nach Gusto die richtige herauszufinden. Meine ersten Versuche habe ich mit Frischhaltefolie und Kücheengarn gemacht. Hierfür einfach den Seitan in die gewünschte Form bringen, fest in Frischhaltefolie einwickeln und in einen Topf mit kochendem Wasser geben. Für 20 Minuten kochen, dann für weitere 20 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen.

Seitanbratstreifen zubereiten

Den gekochten Seitan könnt ihr nun in dünne Streifen, Scheiben oder was auch immer euch für Formen vorschweben, schneiden und weiterverarbeiten. Bei der Zubereitung der Bratstreifen habe ich mich für zwei Geschmacksvarianten entschieden.

Für die Bratstreifen bracht ihr:
1. Variante – Seitan BBQ-Style:

1 TL Grillgewürzmischung*
ca. 50 ml Wasser
1-2 EL Agavendicksaft
2-3 EL Sojasauce
1 TL Kokosöl

2. Variante – Spicy-Peanut-Seitan:
1 EL Erdnussmus, crunchy
ca. 50 ml Wasser
2 EL Agavendicksaft
2-3 EL Sojasauce
1 TL Kokosöl

*Ich habe die verwendet.

Und so geht’s:
1. Das Kokosöl in der Pfanne erhitzen und die Hälfte der Bratstreifen hinzugeben. Von allen Seiten kräftig anbraten. Die Grillgewürzmischung mit Wasser und Sojasauce verrühren. Den Agavendicksaft zu den Bartstreifen in die Pfanne geben und karamellisieren lassen. Dann mit dem vorbereiteten Sud ablöschen und so lange weiter braten, bis die Flüssigkeit komplett verschwunden ist und die Bratstreifen schön knusprig sind.

2. Für die Spicy-Peanut-Variante. Das Erdnussmus mit dem Agavendicksaft und der Sojasauce verrühren.
Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und die Streifen darin anbraten. Mit dem Erdnuss-Sojasaucen-Gemisch ablöschen und weiterbauten bis die Flüssigkeit karamellisiert und an den Seitanstreifen haften bleibt.

Fertig!

Dazu passt ein frischer, knackiger Salat.

Couscous-SalatNicht immer reicht die Zeit um ein aufwändiges oder langwieriges Gericht zu kochen. Wenn’s bei mir mal schnell gehen muss, dann greife ich meist auf meine „Geheimwaffe“ Couscous zurück. Dieser muss nämlich nicht gekocht, sondern nur mit kochendem Wasser überbrüht werden und braucht dann nur noch fünf Minuten zum Ausquellen.

Perfekt für ein schnelles Mittag oder Abendessen!

Für den quick & dirty Couscous-Salat braucht ihr:

200 g Couscous
2 Möhren
1 Paprika
200 g kleine Tomaten
1 kleine Dose Mais
1 kleine Zucchini
Salz
Pfeffer
1 TL Agavendicksaft
50 ml Orangensaft
1/2 – 1 TL Kreuzkümmel
400 ml kochendes Wasser
etwas Olivenöl
1 Spitzer Zitronensaft

Außerdem:
300 g Sojajoghurt

Und so geht’s:

1. Das Gemüse waschen, putzen und in dünne Scheiben bzw. kleine Würfel schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Möhren bei starke Hitze für drei Minuten kräftig anbraten. Anschießend die Hitze reduzieren Zucchini und Paprika dazugeben und für weitere drei Minuten mitbraten. Agavendicksaft hinzugeben und leicht karamellisieren lassen. Das Gemüse mit dem O-saft ablöschen und für einige Minten köcheln lassen.

2. Couscous zusammen mit ca. einem halben Teelöffel Salz in eine große Schüssel geben. 400 ml Wasser im Wasserkocher zum kochen bringen, den Couscous damit übergießen und abgedeckt quellen lassen.

3. Nun geht’s schon zum großen Finale: Das angebratene Gemüse zusammen mit dem Mais und den Kirschtomaten zum Couscous geben. Kreuzkümmel und Zitronensaft zugeben und alles nachmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Den Salat am besten noch lauwarm zusammen mit einem großzügigen Klecks Sojajoghurt genüsslich verspeisen.