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Weißes Schokoladen-Mousse {vegan}

Dieses vegane weiße Schokomousse habe ich für eine Freundin zum Geburtstag zubereitet. In der Variante als dunkles Schokomousse ist dieses Rezept ziemlich simpel und schnell zubereitet. Die weiße Creme hingegen hat mich doch vor einige Herausforderungen gestellt – angefangen mit der Hauptzutat – der weißen Schokolade:
Die ist nämlich normalerweise alles andere als vegan. Blöd, wenn man einen veganen Nachtisch mit weißer Schokolade zubereiten möchte…
In meinem Lieblings-Reformhaus sagte man mir zu diesem Thema: „So wat jibbet, ham wa aber nicht da.“
Aha. So weit so gut.
Fündig wurde ich schließlich im örtlichen Bio-Markt, wenngleich ich dort nur die Sorte Stracciatella-Kirsch zu kaufen bekam. Aber sei’s drum. Also nichts wie ab nach Hause und gleich in die Küche mit meiner „Trophäe“.

Dort lief zunächst alles nach Plan. Fix die aufschlagbare Sojasahne steif geschlagen und mit der Schokolade ab ins Wasserbad. Doch schon sah ich mich mit den nächsten Problemen konfrontiert.

1. Problem: Die vegane Schoki schmilzt nicht wie „normale“ Schokolade.
Anfangs sah es noch ganz gut aus, aber schon nach einigen Minuten befand sich in meiner Schüssel nur noch ein undefinierbarer Klumpen statt einer flüssigen Schokomasse.

2. Problem: Stracciatella bedeutet: Die weiße Schokolade enthält dunkle Schokostückchen. Was passiert wohl, wenn man eine solche Schokolade schmilzt, bzw. es versucht?
Richtig, das ganze wird beige!

Na prima! Nun hatte ich also einen beigen Schokoladenklumpen mit Kirschstückchen.

Ich versuchte das ganze zu retten, indem ich zunächst etwas Sojasahne zu meinem Schokoklumpen gab, in der Hoffnung die Masse damit wieder glatt rühren zu können. Dieser Teil meines Rettungsplan ging schon mal auf, obschon das Ergebnis eine dünnflüssige karamellfarbene Suppe war. Diese rührte ich vorsichtig unter die übrige Sojasahne. Das Resultat: Eine hellbeige nicht mehr ganz so dünnflüssige Suppe.

„Vielleicht wird meine Sojasuppe im Kühlschrank etwas fester.“, dachte ich, doch als ich nach 3 Minuten nachschaute hatte die „Mousse“ immer noch die selbe plämpige Konsistenz.
Ergo; neuer Rettungsversuch:
Ich schüttete einen Teil meiner Creme in einen Topf zurück, fügte einen viertel Teelöffel Agar Agar hinzu, kochte es auf und gab es wieder zu der restlichen Creme.

Der Welt beste Freund, der zu diesem Zeitpunkt die Küche betrat, beäugte mein Machwerk kritisch. „Was soll das sein? Schokoladen-Mousse?! Sieht mehr aus wie Vanillesauce mit Stückchen.“

Ich brummelte genervt zurück, dass das alles an der blöden Schokolade gelegen haben und ich nichts dafür könne! (Ich kann ziemlich sauer werden, wenn etwas in der Küche nicht so klappt, wie ich es gerne hätte. ^^) Der Welt beste Freund verließ ob meiner miserablen Laune fluchtartig die Küche und wagte es auch nicht mehr den Nachtisch zu erwähnen.

Verdrossen stellte das Schoko-Mousse abermals und den Kühlschrank. Vielleicht würde das beigefügte Agar Agar über Nacht ja noch was retten können….

Und siehe da: Am nächsten Tag hatte meine Mousse tatsächlich eine moussige Konsistenz und war genau so fest, wie ich es haben wollte.

weiße Mousse au chocholat vegan

Die weiße Mousse au chocolat hat übrigens auch geschmacklich überzeugt, und wen man einmal den Kniff raus hat, ist es auch gar nicht mehr so kompliziert.

Ihr braucht:

1 Pkt. aufschlagbare Sojasahne (300 ml)
1 Tafel vegane weiße Schokolade
1/4 TL Agar Agar

Und so geht’s:

1. Die gut gekühlte Sojasahne steif schlagen. Die Schokolade fein hacken und zusammen mit ca. 3 – 4 Esslöffeln der Sahne in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze die Schokolade zum schmelzen bringen. Agar Agar in die flüssige Masse geben und alles zusammen zum Kochen bringen.

2. Die Masse für ca. 2 Minuten kochen lassen. Vom Herd nehmen und zunächst zwei weitere Esslöffel der kalten Sojasahne in die heiße Masse geben, um die Temperatur etwas anzugleichen. Anschließend die Schokocreme unter die verbliebene Sojasahne haben und die Mousse für mindestens vier Stunden, am besten über nacht kalt stellen.