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Plätzchensorte Nr. 2: Mandelstangen mit Erdbeermarmelade und Schoki

Nach den klassischen Butterplätzchen, die ich eigentlich gar nicht so gerne mag, aber liebend gerne aussteche und verziere, nun eine Plätzchensorte, die in der Keksdose so richtig was her macht und zudem auch noch fantastisch schmeckt: Mandelstangen mit einer Erdbeeremarmeladenfüllung und Schokoladenglasur. Bereits dieser Name lässt einem das Wasser im Munde zusammen laufen und zaubert prophylaktisch zwei bis drei Weihnachtskilos auf die Hüften.
Der praktische Aspekt dieses Rezeptes: der Grundteig ist der gleiche, wie bei den Butterplätzchen. Ja, das sind genau die Plätzchen, von denen ich noch ein paar Zeilen zuvor geschrieben, dass ich sie nicht möge, in diesem Fall wird der Teig zu Mandelstangen verarbeitet und das ist schließlich was gaaaaaanz anderes als Butterplätzchen! ;)

Zurück zum Rezept:  Ich würde allerdings dazu raten nur die halbe Menge zu machen, das reicht dann für etwa 35 bis 40 Mandelstangen. zusätzlich benötigt man noch ein Eigelb oder Eiweiß (was vielleicht gerade von anderen Plätzchen noch übrig ist), ein kleinen Schuss Milch oder Pfanzenmilch, ein viertel Glas Erdbeermarmelade und etwa 200-300 Gramm Kuvertüre.

Sobald der Teig zubereitet ist und seine Wartezeit im Kühlschrank absitzt, kann man sich daran machen die Kuvertüre zu schmelzen. Bis dato hatte ich das immer brav in einer Schüssel über dem Wasserbad gemacht, daraufhin unsere Schokoexpertin Julia: „Ach was, ich Schmelze die Schokolade immer direkt im Topf. Man muss dabei nur gut rühren!“  Gesagt getan. Insgeheim jedoch legte ich mir in meinen Kopf schon die „Ich hab’s euch ja gesagt, dass die Schokolade anbrennen würde“-Belehrungen zurecht, doch die Schokolade schmolz gemütlich auf kleiner Flamme, unter hingebungsvollem Rühren von Katrin und Julia, ohne anzubrennen, vor sich hin.
Schoki schmelzen

Derweil eine von uns stets die Schokolade im Auge behielt, kümmerten sich die beiden anderen um den Teig. Diese wurde auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt und in etwa 2x4cm große Stücke geschnitten. Wer keine, unter „Parallelomnie“ leidende Julia zur Hand hat, der kann hierfür natürlich auch ein Lineal verwenden. Schnell noch die zurecht geschnittenen Stangen, mit der Eiermilch bepinseln und mit den gehobelten Mandeln betreut.
Plätzchen zuschneiden

Anschließend gehen die Mandelstangen für 10 Minuten bei 180°C Ober-/Unterhitze in den Backofen.Sobald sie etwas ausgekühlt sind, werden immer zwei Stangen mit etwas Marmelade zusammengeklebt.

Mandelstangen mit Marmelade

Zu guter letzt und um die Kalorienbombe abzurunden, werden die Enden der Plätzchen jeweils in die flüssige Kuvertüre getaucht. Yammy!
Mandelstangen - Weihnachtsgebäck

 

Weihnachtsbutterplätzchen mit weißer Schokolade
Wenn es um das Backen von Weihnachtsplätzchen geht, dann entdecke ich jedes Jahr auf neue das Kind in mir… dann werden die Ausstechförmchen aus der hintersten Ecke der Vorratskammer heraus gekramt, bunte Streusel und Zuckerperlen gekauft und alle Jahre wieder das Rezept für die Butterplätzchen gesucht, dass ich natürlich Jahr für Jahr ein einem Ort platziere, wo ich es auf jeden Fall wieder finde werde, nur um es dann alle Jahre wieder unter leisem schimpfen zu suchen.
Das eigentlich abstruse an meiner Butterplätzchen-Manie ist, dass ich Butterplätzchen gar nicht so gerne esse. Schon als ich noch klein war, waren dies die Kekse, die am längsten in der Keksdose überlebt haben, aber dennoch meine allerliebsten Plätzchen zum Backen. Wahrscheinlich ist es auch die bloße Nostalgie kindlicher Weihnachtsvorfreude, die mich jedes Jahr dazu bringt Butterplätzchen zu backen.
Backen – besonders Plätzchen backen – macht deutlich mehr Spaß, wenn man es in Gesellschaft macht. Meine Gesellschaft in diesem Jahr: Julia und Katrin, meine beiden wunderbaren Arbeitskolleginnen.

Butterplätzchen Teig
Den Teig knetet man am besten mit den Händen

Los geht es mit dem Teig….
Keine Plätzchen ohne Teig und kein Teig ohne klebrige Teigfinger oder wie der Ruhrpottler  sagt: „Dat musse ordentlich mit’de Finger kneten, sonst kannse dat mit die Keks’kes vergessen.“ Nach einem relativ erfolglosen Versuch mit einem elektrischen Handmixer, der dazu beitrug die Küche mit einer gleichmäßigen Mehlschicht zu überziehen, stiegen wir rasch auf die gute alte Handknettechnik um.

Das Ergebnis: Ein recht klebriger, aber leckerer Teig, der jedoch nach 45 Minuten im Kühlschrank rasch wieder fest wurde. Anschließend ging es ans Ausrollen und Ausstechen. Wer da nicht wieder zum Kind wird, dem ist nicht zu helfen ;)

Butterplätzchen in Elchform

Es ist ein Elch entsprungen…

 

 

 

 

 

Was die Wahl der Ausstechförmchen angeht, so mache ich jedes Jahr den Fehler, mir möglichst kleinteilige Förmchen auszusuchen, die bereits beim Ausstechen, spätestens aber beim Transport auf das Backblech Probleme breiten. Dieses Jahr war es ein Elch, der mich beinahe zur Verzweiflung getrieben hätte und so mancher Keks-Elch hätte nach dem Transport auf’s Blech auch durchaus als Kuh durchgehen können…

Elch Plätzchen
… oder Büffel… oder … undefinierbares Dingens ^^ Nun aber zu wichtigsten, dem Rezept.

Für jede Menge leckere Butterplätzchen braucht ihr:

1 Pfund (500 g) Mehl
1 Messerspitze Backpulver
1/2 Pfund (250 g) Zucker
1/2 Pfund (250 g) Butter
2 Eier

Und so geht’s:

1. Alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und für ca 45 Minuten kalt stellen.
2. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und mit Ausstechförmchen (z.B. Elche ^^) ausstechen. Backofen auf 180° vorheizen. Die Butterplätzen auf ein, mit Backpapier belegtes, Backblech setzten und für ca. 10 Minuten im Backofen backen.
3. Die Plätzchen nach dem Auskühlen nach Belieben mit Schokolade, Zuckerguss oder Streuseln dekorieren.

WeihnachtsplätzchenKokosmakronen, Zimtsterne, Schoko-Cookies, Butterplätzchen … schon bald geht es wieder los mit der Weihnachtsbäckerei und ich kann mich wie jedes Jahr nur schwer entscheiden, welche Plätzchen es in diesem Jahr geben soll. Meine All-Time-Favoriten sind nach wie vor die Kürbisblümchen, die ich vor einigen Jahren in einer Zeitschrift von lecker.de entdeckt hatte. Normalerweise stiftet das durchblättern von Zeitschriften, Kochbüchern oder das Klicken durch diverse Backforen nur noch mehr Verwirrung in meinem Kopf, denn plötzlich verspüre ich auf nahezu alle der der abgebildeten Plätzchensorten einen unglaublichen Hieper. Würde ich meinem Backdrang in diesem Zustand der vollkommenden Reizüberflutung nachgeben, müssten der Welt beste aller Freunde und ich wohl bis in den August hinein Weihnachtskekse essen…  Das wäre allerdings weder für die Zähne, noch für die Figur besonders zuträglich und so werde ich mich auch dieses Jahr wieder auf vier, maximal fünf Sorten Kekse beschränken. Aber welche? Welche soll ich nur backen?! Ahhhhhhhhhrg…..